Crazy Black Forst Salty VooDoo 3

Interview mit Bernhard Hauns – Crazy Blackforest Art

Ich grüße dich Bernhard. Bollenhüte, Äxte, Wildschweine, Tannen und leuchtende blaue Augen. Freche Mädels mit roten Lippen in traditionellem Gewand immer humorvoll und farbenfroh auf die Leinwand gebannt. Wie kam es dazu das du dich der Malerei verschrieben hast?

Hallo René. Es ist ganz enfach so, das ich das Talent in die Wiege gelegt bekommen habe, quasi geerbt vom Opa und vom Vater. Mein Urgroßvater soll angeblich Glasmaler und am Straßburger Münster tätig gewesen sein. Ich selbst war schon im Kindergarten auffällig, da ich schon deutlich besser malte als Gleichaltrige. Das ging dann in der Schule so weiter und ich musste immer allen malen, dadurch war ich dann auch bei den Mädels beliebt. Später habe ich mich auf autodidaktischer Schiene weiter in der Kunst bewegt, mit Kursen der VHS verfeinert etc. In den 80ern fing ich dann mit Airbrush an, alles neben meiner Schreiner-Lehre. Als Airbrush nachließ, habe ich nebenher alles bemalt was zu bemalen war. Wandmalereien, Faschingswagen, Portraits von Mensch und Tier.

Iffezheim, alemannisch Iffze genannt. Deine Heimat an der französisch/deutschen Grenze,  dem Rhein, bekannt durch das dreimal im Jahr stattfindende Galopprennen. Was liebst du an deinem Heimatort, an der Umgebung um Iffze?

Das ich hier meinen Ruhepol gefunden habe mit meiner Frau und den vielen Tieren (4 Hunde, 6 Katzen). Wenn ich mal nicht mehr im Europa-Park als Kunstmaler arbeiten muss, dann werde ich wohl garnicht mehr aus meinem Werkstädel kommen, was mir als Atelier dient. Aber auch die Natur drumrum, die Rheinauen, der naheliegende Schwarzwald und das 5 Minuten entfernte Frankreich mit einen kulinarischen Spezialitäten, die ich sehr liebe und was man mir auch ansieht 😉

Erzähle den Leuten mal was über deine Werkstatt, dein Atelier. Was ist dir wichtig, welche Atmosphäre brauchst du zum Arbeiten, welche Musik inspiriert dich zu deinen Bilder?

Mein Atelier ist eigentlich kein Atelier. Es ist ne kleiner Werkstadt in der früher der Vater meines Vermietersvor sich hin gewerkelt hat in der früher auch eine Küche für Hausschlachtungen integriert war. Am liebsten male ich bei totaler Stille. Musik bei der Arbeit empfinde ich als störend, da ich immer hochkonzentriert bei dem bin was ich tue. Ansonsten ist es wohl wie bei jedem Kunstmaler: Farbenlager quillt über, Leinwände und andere Malgründe und unzählige Pinsel und alles mögliche was sich so mit der Zeit anhäuft. Angefangene unvollendete Werke geben sich mit Fälschungen alter Meister die Hand. Und überall herrscht meine Ordnung deren Reglement nur ich kenne, und ich merke sofort wenn etwas nicht an seinem Platz ist.

Wie kam es zu der besonderen Liebe zum Schwarzwaldmädel, zum traditionellem Outfit und dem besonderen Touch der aus deinen Bildern immer etwas humorvolles, freches, ja ab und an etwas erotisches macht? 

Vor ca. 5-4 Jahren musste ich für eine Kollegin ein Bild eines Schwarzwaldmädels von Sebastian Wehrle malen, und dann noch eins. Dann bekam ich mit Scherzinger und Wehrle (damals ARTWOOD) Stress, ging um Urheberrechte, da habe ich dann bissel kalte Füße bekommen und so fing ich an die Mädels auf meine Art zu ändern, und das kam dann gut an. Und so wurde dann Black Forest Art geboren. Ich hatte einige Artikel in verschiedenen Medien und man beschrieb mich meist wie folgt, ich zitiere: Bernhard Hauns, kreativer Kopf und Erfinder von Crazy Blackforest Art, Kunstmaler der alten Schule, Baujahr 1962. Ständig am Umsetzten neuer Ideen um mit Frische und Esprit auf charmante und witzige Weise eine Bildsprache zu kreiren, die die Tradition der Schwarzwaldkunst mit der Moderne verbindet. Frech, sexy, bissl provokant und laut! sind seine Bilder. Sie schreien in die Welt hinaus, eine neue Art Schwarzwald Popart wurde geboren, und das kommt bei Alt und Jung an.

Was sind deine Techniken, wie fängst du an ein Bild zu malen. Was sind die ersten Schritte bis zum fertigen Bild?

Ja zu allererst ist da eine Inspiration die zur Idee wird, diese bringe ich dann  durch eine Vorzeichnung auf die Leinwand wo ich sie dann mit Acryl-Farbe zum Leben erwecke. Teilweise werden einige Teile auch mit Airbrush ausgeführt. Wenn ich mal bei einem Bild skeptisch bin und es nicht so ist wie ich es mir vorgestellt habe, dann lass ich es an einer Wand hängen an der ich immer vorbeikomme, und irgendwann kommt wie ein Blitz die Erleuchtung und die richtige Intuition um das Bild zu vollenden.

Die alternative Kunstszene ist riesig und hat stellenweise riesiges, unentdecktes Potential. Was rätst du jungen Künstlern um „entdeckt“ zu werden. Was sind die größten Fehler vieler die sich auf dem Weg machen ihre Kunst unter die Leute zu bringen.

Ich kann nur eines raten, mach dich einzigartug mit deiner Kunst, du musst dich von der Masse abheben durch Besonderheiten. Alles Andere ist ein Glücksspiel, das mit dem entdeckt werden. Nicht gut ist nachmachen, besser ist anders machen. Und immer wieder auf sich aufmerksam machen mit Hilfe unserer zahlreichen Medien.

Danke für deine Zeit, René.

Liebe Grüße, Bernhard.

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